Was eine freie Trauung wirklich frei macht
- Denis Janke
- 13. Jan.
- 2 Min. Lesezeit

„Wir wollen etwas ganz Freies.“
Dieses Bedürfnis spüre ich oft in meinem Erstgespräch. Und meistens höre ich dann trotzdem zwischen den Worten noch etwas anderes:
„Wir wollen nichts falsch machen.“
Genau hier beginnt für viele Heiratende die Herausforderung, das mir immer wieder begegnet.
Freiheit ist nicht Beliebigkeit
Eine freie Trauung bedeutet nicht, dass alles möglich sein muss.
Nicht jede Idee braucht einen Platz. Nicht jeder Wunsch wird automatisch stimmig, nur weil er frei gewählt ist. Und nicht jede Freiheit fühlt sich gut an.
Und manchmal sind auch ein paar klassische Elemente genau das, was einem Sicherheit und Ruhe gibt. (Man kann so vieles klassisches wunderschön und modern interpretieren, ohne den sicherheitsgebenden Aspekt zu verlieren)
Eine freie Trauung wird nicht freier, je mehr man hineinpackt. Sondern je klarer sie wird.
Klarheit bringt Ruhe – und genau das schafft Freiheit
Klarheit bedeutet nicht, dass es einen vorgefertigten Ablauf geben muss.
Klarheit bedeutet:
zu wissen, was euch wichtig ist
zu spüren, was euch entspricht
und euch so sicher durch eure Freie Trauung zu führen, damit ihr in dem Moment einfach loslassen könnt.
Ihr sollt spüren: Ich darf jetzt einfach sein - einfach den Moment wahrnehmen und in vollen Zügen aufsaugen.
Freiheit entsteht durch Vertrauen
Eine freie Trauung wird dann wirklich frei, wenn ihr euch fallen lassen könnt.
Wenn ihr wisst:
jemand behält den Überblick
jemand hält den Raum
jemand spürt, wann es weitergeht – und wann nicht
Dann müsst ihr nichts steuern. Nichts kontrollieren. Nichts „leisten“.
Ihr dürft einfach da sein. Und genau das ist oft der Moment, in dem Tiefe entsteht.
Eine freie Trauung braucht keinen Regisseur
Ich sehe meine Rolle nicht darin, eure Trauung zu „inszenieren“.
Ich schreibe kein Drehbuch. Ich verteile keine Rollen. Und ich dränge euch nicht in Emotionen, die gerade nicht da sind.
Meine Aufgabe ist eine andere.
Ich bringe zum Leuchten, was wirklich da ist. Das, was ihr bereits seid Jahren für einander empfindet, darf nun in einem wunderschönen Moment sichtbar werden.
In all dem gebe ich euch Halt.
Einen Rahmen, in dem ihr euch bewegen könnt –ohne euch verloren zu fühlen.
Wie bei einem guten Geländer: Es ist da, aber es steht nie im Mittelpunkt.
Frei ist eine Trauung dann, wenn sie sich nach euch anfühlt
Nicht nach einem Trend. Nicht nach Instagram. Nicht nach dem, was man „halt so macht“.
Eine freie Trauung ist frei, wenn ihr euch darin wiedererkennt.
Mit eurer Geschichte. Eurem Humor. Eurer Art, miteinander umzugehen.
Und manchmal auch mit euren Unperfektheiten –denn auch die gehören dazu.
Eine Freie Trauung darf wirklich frei sein. Aber sicher geleitet.
Genau dort beginnt meine Arbeit.




Kommentare