Wie läuft eine freie Trauung eigentlich ab? Ein Blick hinter die Kulissen eines Redners, der Musik UND Worte liebt
- Denis Janke
- 8. Dez. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 18. Dez. 2025

Es gibt Fragen, die stellen mir fast alle Paare:„Wie läuft unsere freie Trauung eigentlich ab?“„Was passiert wann?“„Und… muss ich irgendetwas wissen, damit ich nicht nervös werde?“
Und dann lächle ich meistens, weil ich weiss: Ihr habt absolut keine Ahnung, wie schön dieser Moment für euch werden wird — und wie entspannt er abläuft, wenn man weiss, was kommt.
Darum nehme ich euch heute einmal mit durch den typischen Ablauf einer freien Trauung bei mir.(Einmal ehrlich und so erzählt, wie ich’s euch im Kennenlernen auch erzählen würde.)
1. Der Einzug – Majestätisch, emotional und absolut euer Moment
Der Einzug ist immer der Moment, bei dem selbst ich innerlich kurz tief durchatme.
Meistens kommt die Braut mit ihrem Papa — manchmal aber auch mit dem Bräutigam, wenn ihr diesen Moment gemeinsam erleben möchtet. Und egal wie ihr es macht: Es ist euer Moment.
Viele Paare wünschen sich dazu ein romantisches, warmes Piano-Stück, das ich live spiele. Ihr findet eine Auswahl davon hier:👉 https://www.wort-klang.ch/meine-pianomusik
Musik macht etwas mit dem Raum. Sie nimmt die Nervosität, lässt alle Gäste kurz innehalten — und holt euch genau dort ab, wo ihr sein wollt: im Herzen, nicht im Kopf.
2. Die Begrüssung – Humorvoll, persönlich und absolut frei
Wenn ihr vorne steht und der Applaus langsam abklingt, beginnt das, was viele Paare als „den ersten Befreiungsmoment“ erleben. Wenn die Nervosität in Freude verwandelt wird.
Ich begrüsse euch und eure Gäste so, wie es zu euch passt:
warm,
leicht,
humorvoll,
und immer so, dass die Leute nach wenigen Sekunden merken: „Ah, das wird keine steife Trauung. Hier darf ich ich selbst sein.“
Viele Gäste lehnen sich dann zum ersten Mal zurück und geniessen einfach. Und genau das soll passieren.
3. Die persönliche Rede – Eure Geschichte, lebendig erzählt
Die Rede dauert etwa 20 Minuten — und in diesen 20 Minuten erzähle ich eure Geschichte:
wie ihr euch gefunden habt,
was euch stark gemacht hat,
wie ihr tickt,
was euch verbindet,
wo ihr euch ergänzt,
wo ihr euch herausfordert,
und warum ihr genau jetzt JA zueinander sagt.
Kein Standardtext. Keine Copy-Paste-Romantik. Sondern das echte Leben — mit echten Momenten, echten Ecken und echten Herzen.
4. Der Zwischensong – Ankommen im Moment
Das hier ist für mich einer wichtigen kleinen Momente der Zeremonie.
Nach eurer Geschichte spielen Emotionen oft verrückt: Lachen, Rührung, Herzklopfen, Nervosität — alles auf einmal.
Darum gibt es einen Zwischensong auf dem Piano (oder auch auf Spotify :-). Ein Lied zum Durchatmen. Ein Lied, das euch ankommen lässt. Ein Lied, das euch daran erinnert:
Ihr müsst nicht sofort ins Eheversprechen stolpern. Ihr dürft diesen Moment spüren.
Denn keiner möchte sich nicht mehr an sein Ja-Wort erinnern können weil er zu nervös war ;-)
5. Die Kernzeremonie – euer Herzstück
Hier wird es offiziell, emotional, humorvoll — und wunderschön.
Der Wunsch
Viele nennen es „Segen ohne Kirche“. Es ist ein guter, verbindender Wunsch für euren gemeinsamen Weg — ohne religiöse Elemente, wenn ihr es nicht möchtet.
Eure persönliche Liebeserklärung
Wenn ihr euch gegenseitig etwas sagen möchtet, ist hier Raum dafür. Das können ein paar Sätze sein, ein Brief, ein Versprechen — so, wie es sich für euch richtig anfühlt.
Das Ehegelübde
Hier kombiniere ich gern Tiefgang mit Humor (wenn gewünscht natürlich). Ein Beispiel:
„Willst du für ihn/sie kämpfen und da sein in den schönsten Momenten und Zeiten ebenso wie in den schwierigsten… und willst du ihn auch dann lieben, selbst wenn er seine Socken wieder auf den Wäschekorb statt in den Wäschekorb wirft?“
Immer individuell, immer echt, immer passend zu euch.
Der Kuss
Kurz, klar, ohne Reden in Schleifen: „Ihr dürft euch jetzt küssen.“
Und alle jubeln. Immer.
Der Ringaustausch
Entweder mit Live-Pianomusik oder von mir begleitet. Vielleicht findet ihr auch etwas Verspieltes schön:
Ringwarming
Ringe verstecken
Ein individuelles Mini-Ritual mit euren Gästen (Hier noch ein Blockartikel zum Thema Rituale)
Ihr entscheidet.
6. Der Auszug – Euer erster Moment als Ehepaar
Am Ende spiele ich einen Partysong auf dem Piano — energiegeladen, warm und voller Freude.
Ihr dreht euch um, lauft den Gang hinunter, und die Menschen, die euch lieben, stehen auf, jubeln, klatschen, lachen, rufen.
Genau hier beginnt euer Tag so richtig.
7. Und das Wichtigste: Ihr müsst nichts ansagen
Alle organisatorischen Ansagen mache ich vor der Trauung:
Handys aus
Wie läuft der Einzug ab?
Wer macht Fotos?
Was passiert bei Überraschungen?
Ihr müsst an NICHTS denken. Ihr dürft einfach heiraten.
Wenn ihr eine freie Trauung sucht, die warm, persönlich, humorvoll und trotzdem feierlich ist…
… dann ist genau das mein Herzstück.



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